VMWare Server: Update auf Version 2.0.0

Wer den kostenfreien VMWare Server bisher in der Version 1.0x im Einsatz hatte, kann schon seit einiger Zeit auf die Version 2 upgraden. Nach einer Registrierung bei VMWare erhält man die nötigen Archive und eine Seriennummer, so gesehen hat sich zu Version 1 also nicht viel geändert.

Unter der Haube ist aber quasi ein neues Produkt entstanden, das gerade im Bereich Plattenperformance große Fortschritte gemacht hat. Die Administrationsschnittstelle ist ausserdem komplett in den Browser gewandert und erinnert an die Werkzeuge aus der ESX-Umgebung.

Und so gehts:

Ein Upgrade einer bestehenden Installation auf einem 64bit Debian Linux (Sid) mit Kernel 2.6.24 geht ersteunlich schmerzfrei:

Archiv auspacken und Install-Sript aufrufen (alles folgende als root):

cp VMware-server-2.0.0-122956.x86_64.tar.gz /tmp
cd /tmp
tar xzvf VMware-server-2.0.0-122956.x86_64.tar.gz
cd cd vmware-server-distrib/


Falls der Compiler nicht der Version entspricht, mit der der Kernel übersetzt wird, muss man dies noch anpassen:

echo CC=/usr/bin/gcc-4.1
./vmware-install.pl


Alle weiteren Fragen beantwortet man nach gut dünken, die Standardeinstellungen sind sinnvoll gewählt.
- Binaries nach /usr/bin
- Konfiguration in /etc
- Startscripte in /etc/init.d
- Bibliotheken in /usr/lib/vmware

Die Netzwerkeinstellungen übernimmt man im Idealfall von der vorherigen Installation.
Danach kommt eine Neuerung in der Config: Der Benutzer, der Administrator der virtuellen Maschinen ist, muss angegeben werden. Das sollte nicht root sein, in meinem Fall ist es ein extra dafür angelegter Nutzer. Damit meldet man sich später am Administrationsinterface an. Als letztes wird noch die Seriennummer abgefragt.

Als Remote-Port sollte man sich Port 8222 und Port 8333 merken.

Ein Aufruf von vmware auf der Konsole oder http://localhost:8333 bringt das Administrationsinterface zu Tage. Da meldet man sich mit dem während der Installation angegebene User und dessen Unix-Kennwort an.
vmware-screenshot.png

In der folgenden Oberfläche sollte man als erstes das VMWare-Browser-Plugin installieren. Ein Klick auf eine virtuelle Maschine und anschliessend auf Console hilft hierbei. Das neue am VMWare-Server ist, das die Konsole der virtuellen Maschine dann direkt im Browser läuft (incl Vollbild).

vmware-screenschot2.png



Abschlissend sollte man für jede bereits vorhandene virtuelle Maschine ein Upgrade der virtuellen Hardware und der VMWare-Tools (Treiber für virtuelle Hardware vornehmen.


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